Anonyme SMS versenden: So schickst du eine SMS ohne deine Nummer
Herausgeber ist Elvento Labs, der Entwickler von Ghost. Unsere redaktionellen Grundsätze (auf Englisch)
Eine anonyme SMS versenden kannst du mit deinem Handy allein nicht: Jede SMS aus deiner Nachrichten-App trägt deine Rufnummer, und der Code #31# blendet sie nur bei Anrufen aus. Eine SMS ohne Nummer senden geht nur über einen Dienst, der die Nachricht unter seiner eigenen Absenderkennung zustellt, zum Beispiel Ghost. Der Empfänger sieht einen geschützten Absender, nie deine Nummer. Dieser Schutz gilt allerdings nur ihm gegenüber: Der Dienst, die Mobilfunkanbieter und Behörden auf rechtlicher Grundlage können die SMS dir zuordnen. Hier erfährst du, welche Wege es gibt, wie der Versand funktioniert und was in Deutschland, Österreich und der Schweiz rechtlich gilt.
Warum deine Nummer bei jeder SMS sichtbar ist
Eine normale SMS ist ab dem Moment, in dem sie dein Handy verlässt, mit deiner Nummer versehen. Dein Mobilfunkanbieter trägt sie als Absender ein, das Netz des Empfängers stellt die Nachricht zu, und sein Handy zeigt die Nummer oben im Chatverlauf an. Dort kann er sie speichern, weitergeben oder zurückrufen. Weder iPhone noch Android haben eine Einstellung, die das bei SMS ändert.
Viele verwechseln das mit der Rufnummernunterdrückung. Die Telekom erklärt in ihrer Hilfe, wie du deine Mobilfunknummer bei einem Anruf verbirgst: Du wählst #31# vor der Rufnummer, und zwar vor jedem Anruf aufs Neue. Dauerhaft für alle abgehenden Anrufe schaltest du die Übermittlung in den Einstellungen deines Smartphones ab. Beides betrifft ausschließlich Anrufe. Für SMS gibt es kein Gegenstück; eine Nachricht aus deiner eigenen Nachrichten-App zeigt deine Nummer in jedem Fall.
Was eine anonyme SMS verbirgt und vor wem
Ein Dienst für anonyme SMS übernimmt den Versand für dich. Du gibst ihm die Nummer des Empfängers und deinen Text, und er stellt die Nachricht über seinen eigenen Weg unter einer Absenderkennung zu, die ihm gehört. Das nennt man Rufnummernmaskierung: Deine Worte kommen an, deine Nummer bleibt zurück.
Das Wort „anonym“ beschreibt dabei nur, was eine einzige Person sieht, nämlich der Empfänger. Bei allen anderen sieht es so aus:
| Wer | Sieht deine Nummer? | Was er wissen kann |
|---|---|---|
| Der Empfänger | Nein | Die Nachricht, den Zeitpunkt, die Absenderkennung des Dienstes und in Europa das Kürzel „GHOST:“ |
| Ghost oder ein ähnlicher Dienst | Er kennt dein Konto | Dein Konto, deine Zahlung, eine angegebene Antwortnummer und wenige Metadaten zur Missbrauchsbekämpfung und für rechtmäßige Auskunftsersuchen |
| Mobilfunkanbieter | Sie sehen den Dienst, nicht dein Handy | Dass eine Nachricht durch ihr Netz lief und was darin stand |
| Polizei und Gerichte | Nur auf rechtlicher Grundlage | Was Dienst, Zahlungsanbieter und Mobilfunkanbieter gespeichert haben |
Eine anonyme SMS ist also privat, aber nicht unauffindbar, und für alles, was anderen schadet, bietet sie keine Deckung. Ghost verkauft keine Daten. Was gespeichert wird und warum, steht in der Datenschutz-Zusammenfassung und auf der Seite So schützt Ghost deine Privatsphäre. Und: Die Maskierung verbirgt den Absender, nicht den Inhalt.
Deine eigenen Worte können dich verraten. Ein Spitzname oder eine Anspielung auf ein gemeinsames Erlebnis zeigt dem Empfänger, wer schreibt. Willst du wirklich unerkannt bleiben, lies deinen Text vor dem Absenden mit seinen Augen.
SMS anonym versenden: die Möglichkeiten im Vergleich
Welcher Weg passt, hängt von drei Fragen ab: Brauchst du eine Antwort, soll der Kontakt länger als ein, zwei Tage bestehen, und musst du auch telefonieren?
| Weg | Was der Empfänger sieht | Kann er antworten? | Haken |
|---|---|---|---|
| Web-Dienst wie Ghost | Die Absenderkennung des Dienstes; SMS nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz beginnen mit „GHOST:“ | Nur über einen Antwortlink: eine Antwort pro Link, 7 Tage gültig | Nur SMS: keine Anrufe, keine Links, Kosten pro Nachricht |
| Prepaid-SIM oder eSIM als Zweitnummer | Eine zweite echte Rufnummer | Ja, per SMS oder Anruf | Zusatzkosten; in Deutschland nur nach Identitätsprüfung |
| App für eine Zweitnummer | Eine zusätzliche Rufnummer, die dir zugeordnet bleibt | Ja, solange du die Nummer behältst | Konto und App nötig; die Nummer bleibt ein Weg, dich zu erreichen |
| Messenger wie Signal oder WhatsApp | Je nach App deinen Profilnamen, Benutzernamen oder deine Nummer | Ja, in der App | Keine SMS; der Empfänger braucht dieselbe App |
| #31# oder Rufnummernunterdrückung | Deine Nummer, denn die Einstellung gilt nicht für SMS | Entfällt | Keinerlei Wirkung auf SMS |
Web-Dienste wie Ghost
Ein Web-Dienst stellt deine Nachricht unter seiner eigenen Absenderkennung zu. Es gibt keine zweite Nummer, die jemand speichern könnte: Ein Käufer, ein Date oder eine fremde Person hat danach nichts, was sie anrufen oder anschreiben kann. Du zahlst pro Nachricht statt pro Monat. Der Haken: Antworten kann der Empfänger nur, wenn der Dienst dafür etwas anbietet, etwa den weiter unten beschriebenen Antwortlink. Kostenlose Seiten für anonyme SMS gibt es auch; lies ihre Bedingungen, bevor du ihnen eine Nachricht anvertraust.
Prepaid-SIM und Zweitnummer
Eine Prepaid-Karte oder eine eSIM gibt dir eine echte zweite Nummer für SMS und Anrufe, für eine dauerhafte zweite Leitung oft die bessere Wahl. Anonym ist sie aber nicht: In Deutschland muss der Anbieter nach § 172 Telekommunikationsgesetz Name und Geburtsdatum vor der Freischaltung einer Prepaid-Karte prüfen, etwa anhand eines Personalausweises oder Passes. Auch viele andere Länder verlangen einen Ausweis für eine SIM-Karte. Und wie bei Apps für eine Zweitnummer gilt: Wer die Nummer einmal hat, kann dich später wieder erreichen.
Wann etwas anderes besser passt
- Telefonieren oder Mailbox: Ghost kann nur SMS, nimm eine Zweitnummer.
- Längeres Hin und Her: Eine zweite Nummer ist bequemer als ein Antwortlink pro Nachricht.
- Vertrauliche Inhalte: Nutzt einen Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie Signal.
- Bestätigungscodes empfangen: Ghost ist zum Senden da, nicht zum Empfangen von Codes oder zum Anlegen von Konten.
So versendest du eine anonyme SMS mit Ghost
Ghost von Elvento Labs läuft in jedem aktuellen Browser, auch in Safari auf dem iPhone; eine iPhone-App gibt es nicht, eine Android-App gibt es bei Google Play. Die Schritte beschreiben die Browser-Version, Stand Oktober 2026.
Anonyme SMS im Browser versenden
- 1
Konto anlegen
Öffne Ghost im Browser und registriere dich mit E-Mail-Adresse und Passwort. Nach deiner Telefonnummer wirst du nicht gefragt.
- 2
Credits kaufen
Wähle ein Paket und bezahle mit PayPal. Credits verfallen nicht, und es gibt kein Abo.
- 3
Land wählen und Nummer eingeben
Wähle zuerst das Land des Empfängers, etwa Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Gib die Nummer dann ohne Ländervorwahl und ohne die führende 0 ein.
- 4
Nachricht schreiben
Schreib reinen Text ohne Links. Das Eingabefeld zeigt nicht sendbare Zeichen und die Zahl der Segmente.
- 5
Antwort erlauben, wenn du eine willst
Schalte die Antwortoption ein und gib Land und Nummer an, an die die Antwort gehen soll. Das kostet 3 Credits plus den Tarif für dieses Land.
- 6
Prüfen und senden
Die Übersicht zeigt Kosten und Guthaben. Im Browser geht die SMS sofort raus und erscheint in deinem Nachrichtenverlauf.
Stand Oktober 2026 beginnen die Pakete im Browser mit 20 Credits für 4 US-Dollar (Plus: 50 Credits für 10 US-Dollar). Eine SMS an eine deutsche Nummer kostet 2 Credits pro Segment, also rund 40 US-Cent, an eine Nummer in Österreich oder der Schweiz 1 Credit. Alle Tarife stehen auf der Preisseite, und vor dem Senden zeigt dir Ghost den genauen Preis an.
Mit der Android-App
Die Android-App bei Google Play funktioniert nach demselben Muster, mit drei Unterschieden:
- Keine Registrierung. Die App funktioniert ohne Konto.
- Ein kleineres Einstiegspaket. Das Starter-Paket mit 5 Credits für 1 US-Dollar gibt es nur in der App, nicht im Browser.
- Zeitversetzter Versand. Du kannst eine SMS für später planen, was im Browser nicht geht.
Mehr dazu auf der Seite Funktionen.
Anonyme SMS kostenlos versenden: eine Test-SMS
Eine anonyme SMS kostenlos versenden kannst du bei Ghost einmal: Mit einem Promo-Code schickst du über die Seite Kostenlose SMS eine Nachricht, ganz ohne Konto. Die Codes haben fünf Zeichen, jeder gilt für genau eine Nachricht, und die Seite erklärt, wo du einen bekommst. Erlaubt sind nur Standard-SMS-Zeichen, keine Emojis, und höchstens 10 Segmente. Am sinnvollsten ist eine Test-SMS an dein eigenes Handy: So siehst du genau, was ein Empfänger sieht.
Was der Empfänger sieht und wie deine SMS ankommt
Das Kürzel „GHOST:“. SMS über Ghost an Nummern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem übrigen Europa sowie in den USA und Kanada beginnen mit „GHOST:“. Das Kürzel zeigt, über welchen Dienst die Nachricht kam. Wer sie geschrieben hat, verrät es nicht, und niemand kann dich darüber ausfindig machen. Es zählt allerdings zur Länge der Nachricht.
Die Absenderzeile. Statt deiner Nummer erscheint eine Absenderkennung des Dienstes. Mobilfunkanbieter haben eigene Regeln für Absender, die sie nicht kennen: Manche kennzeichnen solche Nachrichten, manche sortieren sie in einen Spam-Ordner, manche blockieren sie.
Keine Links. Eine SMS mit Webadresse, URL, Domainnamen oder IP-Adresse lässt sich nicht senden. Links von unbekannten Absendern sind das klassische Muster von Phishing. Brauchst du einen Link, etwa zu einer Anzeige, teile ihn über die Plattform, auf der ihr euch gefunden habt. E-Mail-Adressen sind erlaubt, deine eigene kann dich aber verraten.
Zeichen und Länge. SMS nutzen den Standardzeichensatz GSM 03.38. Laut Wikipedia passen bis zu 160 Zeichen in eine Nachricht, und das Eurozeichen wird über ein Escape-Zeichen dargestellt, belegt also zwei Plätze. Umlaute wie ä, ö und ü und das ß kannst du bei Ghost verwenden, Emojis nicht. Längere Nachrichten werden in Segmente aufgeteilt, und jedes Segment kostet Credits.
So schreibst du eine anonyme SMS, die niemanden erschreckt
Unerwartete SMS sind oft Betrug, und das wissen die meisten. Dein erster Satz nach „GHOST:“ muss deshalb zeigen, dass deine es nicht ist.
- Sag gleich, worum es geht: die Anzeige, der Kurs, die gemeinsame Bekannte.
- Erklär den ungewohnten Absender, etwa mit „Ich schreibe über einen Datenschutz-Dienst“.
- Verzichte auf Druck. Eile, Geldforderungen oder Andeutungen wirken wie Betrug oder Einschüchterung.
- Achte auf die Uhrzeit. Im Browser geht die SMS sofort raus, auch um zwei Uhr nachts.
Ein Beispiel, wie eine solche SMS aussehen kann:
GHOST: Hallo, es geht um den Eichenschreibtisch aus deiner Anzeige. Ist er noch zu haben? Ich könnte ihn Samstagvormittag abholen. Ich schreibe über einen Datenschutz-Dienst, bitte antworte über den Link unten.
Wie der Empfänger antworten kann, ohne deine Nummer zu sehen
Eine anonyme SMS ist zunächst eine Einbahnstraße. Antwortet der Empfänger in seiner Nachrichten-App, kommt die Antwort nicht bei dir an. Willst du etwas zurückhören, schalte beim Schreiben einen Antwortlink ein. So funktioniert er:
- Beim Verfassen schaltest du die Antwortoption ein und gibst die Nummer an, an die Antworten gehen sollen.
- Ghost hängt eine Zeile an deine SMS an, die mit „Reply:“ beginnt und einen kurzen Link enthält.
- Der Empfänger öffnet den Link im Browser und schreibt eine Antwort.
- Die Antwort kommt als gewöhnliche SMS von Ghost auf deinem Handy an und erscheint auch in deinem Nachrichtenverlauf. Deine Nummer sieht der Empfänger dabei nie.
Jeder Link nimmt genau eine Antwort an und verfällt nach 7 Tagen. Er kostet beim Senden 3 Credits; die Antwort selbst wird beim Absenden zum Tarif ihres Ziellandes pro Segment von deinem Guthaben abgebucht. Ist es bis dahin aufgebraucht, kann die Antwort nicht gesendet werden. Antworten sind reiner Text, ohne Fotos oder Links. Ein Hin und Her geht nur als Folge einzelner Nachrichten mit jeweils neuem Antwortlink; einen Posteingang oder Chat gibt es nicht.
Kündige den Link in deiner Nachricht an, wie im Beispiel oben, damit der Empfänger ihn nicht für Phishing hält. Eine ausführliche Anleitung für Kontakte in beide Richtungen gibt es auf Englisch.
Ist eine anonyme SMS legal?
Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Die Rechtslage unterscheidet sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz; im Einzelfall hilft eine Anwältin oder ein Anwalt.
Eine Nachricht ohne Namen zu verschicken, ist für sich genommen nicht strafbar; entscheidend ist, was sie bewirkt. Legitime Gründe gibt es viele: Käufern auf Kleinanzeigenportalen nicht die eigene Nummer geben, ein Date bestätigen, bevor du deine Nummer herausgibst, ein Geburtstagsgruß als Überraschung oder eine Anfrage bei einer Firma, ohne danach auf einer Werbeliste zu landen.
Die Grenze ist überschritten, wenn die Anonymität als Deckung für Schaden dient. Einige Beispiele:
- Deutschland: Wegen Nachstellung macht sich nach § 238 StGB strafbar, wer einer anderen Person unbefugt nachstellt, etwa indem er wiederholt versucht, über Telekommunikationsmittel Kontakt zu ihr herzustellen. Es drohen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Wer jemandem mit einem Verbrechen droht, riskiert nach § 241 StGB bis zu zwei Jahre.
- Österreich: Das Strafgesetzbuch kennt die beharrliche Verfolgung (§ 107a) und die fortgesetzte Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems (§ 107c). Für Letztere nennt oesterreich.gv.at eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen.
- Schweiz: Wer eine Fernmeldeanlage zur Beunruhigung oder Belästigung missbraucht, wird nach Art. 179septies des Strafgesetzbuchs auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Drohung (Art. 180) und seit dem 1. Januar 2026 auch Nachstellung (Art. 181b) können jeweils mit bis zu drei Jahren bestraft werden.
Werbung ist ein Sonderfall. In Deutschland gilt Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nach § 7 UWG stets als unzumutbare Belästigung, ebenso Werbung mit einer Nachricht, bei der die Identität des Absenders verschleiert oder verheimlicht wird. Anonyme Werbe-SMS scheiden damit aus. Ghost setzt außerdem voraus, dass alle Nutzer mindestens 18 Jahre alt sind.
Schick keine anonyme SMS, wenn …
- die Person dich blockiert, dich gebeten hat aufzuhören, oder ein Gericht dir den Kontakt verboten hat
- die Nachricht einschüchtern, unter Druck setzen, beschämen oder bloßstellen soll
- du dich als andere Person, als Firma oder als Behörde ausgeben würdest
- du schon mehrmals geschrieben und keine Antwort bekommen hast
- es Werbung an Menschen ist, die nicht eingewilligt haben
- dich dieselbe SMS von einem Fremden auf deinem Handy beunruhigen würde.
Wenn du selbst eine unerwünschte anonyme SMS bekommst
SMS über Ghost dauerhaft stoppen. Jeder kann seine Nummer auf der Seite SMS stoppen auf die Sperrliste setzen. Danach kann ihm niemand mehr über Ghost schreiben. Wer die SMS geschickt hat, erfährst du dadurch nicht. Auf derselben Seite steht eine E-Mail-Adresse, an die du belästigende Nachrichten melden kannst; gib die Nachricht und den Zeitpunkt an.
Im Handy blockieren. Auf dem iPhone öffnest du laut Apple die Konversation in der Nachrichten-App, tippst oben auf den Kontakt und dann auf „Anrufer:in blockieren“; der Absender erfährt davon nichts. In Google Messages hältst du die Konversation gedrückt und tippst auf „Blockieren“. Mit „Spam melden“ meldest du den Absender laut Google zusätzlich, und die Unterhaltung landet im Spam-Ordner.
Melden. In Deutschland nimmt die Bundesnetzagentur Beschwerden über unerwünschte SMS über ein Online-Formular für SMS und Messenger entgegen. In Österreich ist die Meldestelle Rufnummernmissbrauch der RTR die Anlaufstelle, wenn dich unbekannte Nummern mit Anrufen oder SMS belästigen. In der Schweiz meldest du betrügerische SMS über das Online-Formular des Bundesamts für Cybersicherheit BACS.
Bei Drohungen. Lösch nichts: Bewahre die Nachrichten auf, mach Screenshots mit Datum und antworte nicht. Droht dir jemand Gewalt an oder fühlst du dich nicht sicher, wende dich an die Polizei. Kostenlose Unterstützung bekommst du in Deutschland beim Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS unter 116 006 (anonym, täglich von 7 bis 22 Uhr), in Österreich beim Opfer-Notruf unter 0800 112 112 (werktags von 8 bis 20 Uhr) und in der Schweiz bei der Opferhilfe Schweiz unter 142. Die 142 ist keine Notrufnummer; in akuter Gefahr rufst du die Polizei.
Häufige Fehler beim anonymen SMS-Versand
Erwarten, dass Antworten von selbst zurückfinden. Ohne Antwortlink geht die Antwort ins Leere.
Emojis oder typografische Anführungszeichen mitschicken. Wer Text aus einer Notiz-App oder einem Dokument kopiert, schleppt oft Zeichen mit, die nicht zum SMS-Zeichensatz gehören; viele Tastaturen setzen Anführungszeichen wie „ “ sogar automatisch. Lies die Warnung im Eingabefeld, bevor du sendest.
Die Maskierung selbst aufheben. Mit vollem Namen unterschreiben oder die Nachfrage vom eigenen Handy schicken: So gibst du genau das preis, was du zurückhalten wolltest.
Immer wieder nachhaken. Eine Nachfrage nach ein, zwei Tagen ist in Ordnung. Danach ist Schweigen die Antwort.
Sich im Notfall darauf verlassen. Ghost kann nicht telefonieren. Ist jemand in Gefahr, ruf von deinem eigenen Handy den Notruf.
Weitere Antworten rund um Ghost findest du in den häufigen Fragen.
Häufige Fragen
Wie kann ich eine anonyme SMS versenden?
Über einen Dienst, der die SMS unter seiner eigenen Absenderkennung verschickt, denn dein Handy hängt an jede SMS deine Nummer. Bei Ghost legst du im Browser ein Konto mit E-Mail-Adresse und Passwort an, kaufst Credits, wählst das Land, schreibst die Nachricht und sendest sie ab. Der Empfänger sieht einen geschützten Absender, nicht deine Nummer.
Kann ich eine anonyme SMS kostenlos versenden?
Bei Ghost einmal: Mit einem fünfstelligen Promo-Code verschickst du auf der Seite Kostenlose SMS eine Nachricht, ganz ohne Konto. Danach bezahlst du mit Credits, die nicht verfallen. Andere kostenlose Seiten gibt es auch; lies ihre Bedingungen, bevor du ihnen eine Nachricht anvertraust.
Funktioniert #31# auch bei SMS?
Nein. #31# und die Rufnummernunterdrückung in den Telefoneinstellungen gelten nur für Anrufe. Jede SMS aus deiner eigenen Nachrichten-App zeigt deine Nummer. Für eine SMS ohne Nummer brauchst du einen Dienst mit eigener Absenderkennung.
Kann man eine anonyme SMS zurückverfolgen?
Der Empfänger kann es im normalen Gebrauch nicht, weil er deine Nummer nie sieht. Der Dienst, der Zahlungsanbieter und die Mobilfunkanbieter haben aber Daten, und Polizei oder Gerichte können sie auf rechtlicher Grundlage anfordern. Eine anonyme SMS ist privat, aber nicht unauffindbar.
Kann der Empfänger auf eine anonyme SMS antworten?
Nicht aus seiner Nachrichten-App. Schaltest du bei Ghost einen Antwortlink ein, kann er über den Link im Browser genau eine Antwort schreiben, die ohne deine Nummer als SMS auf deinem Handy ankommt. Jeder Link gilt 7 Tage und kostet 3 Credits plus den Tarif für das Land der Antwortnummer.
Was kostet eine anonyme SMS nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz?
Stand Oktober 2026 kostet eine SMS an eine deutsche Nummer bei Ghost 2 Credits pro Segment, an eine österreichische oder Schweizer Nummer 1 Credit pro Segment. Im Browser beginnt das kleinste Paket bei 20 Credits für 4 US-Dollar. Den genauen Preis zeigt Ghost vor dem Senden an.
Sieht der Empfänger, dass die SMS über Ghost kam?
Ja. SMS an Nummern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem übrigen Europa beginnen mit „GHOST:“. Das zeigt, über welchen Dienst die Nachricht kam, aber nicht, wer sie geschrieben hat. Wer keine SMS über Ghost mehr bekommen will, trägt seine Nummer auf der Seite SMS stoppen ein.
Ist es strafbar, eine anonyme SMS zu schicken?
Eine Nachricht ohne Namen ist für sich genommen nicht verboten. Wer anonym droht, belästigt, nachstellt, betrügt oder sich als jemand anderes ausgibt, kann sich aber strafbar machen, in Deutschland etwa nach § 238 oder § 241 StGB. Die Rechtslage unterscheidet sich von Land zu Land; das ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Kann ich vom iPhone eine SMS ohne Nummer senden?
Nicht mit der Nachrichten-App, denn sie überträgt immer deine Nummer. Ghost funktioniert aber im Browser, auch in Safari auf dem iPhone. Eine eigene iPhone-App gibt es nicht.
Quellen
- Telekom: Mobilfunk-Rufnummer unterdrücken
- Gesetze im Internet: § 172 TKG, Daten für Auskunftsersuchen der Sicherheitsbehörden
- Gesetze im Internet: § 238 StGB, Nachstellung
- Gesetze im Internet: § 241 StGB, Bedrohung
- Gesetze im Internet: § 7 UWG, Unzumutbare Belästigungen
- oesterreich.gv.at: Strafbarkeit von Belästigung im Internet
- Fedlex: Schweizerisches Strafgesetzbuch (SR 311.0)
- Wikipedia: GSM 03.38
- Apple Support: Kontakte auf dem iPhone blockieren
- Google: Spam in Google Messages melden
- Bundesnetzagentur: SMS Spam
- RTR: Meldestelle Rufnummernmissbrauch
- BACS: Phishing, Vishing, Smishing
- WEISSER RING: Opfer-Telefon 116 006
- Opfer-Notruf 0800 112 112
- Opferhilfe Schweiz